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© iStock / Petmal

AG Kreislaufwirtschaft

Vor dem Hintergrund begrenzter Rohstoffverfügbarkeit und in Zeiten globaler Lieferketten rückt das Thema Kreislaufwirtschaft zunehmend in den Fokus der Automobilbranche. Unternehmen und Forschungseinrichtungen stehen deshalb vor der Aufgabe, die Nachhaltigkeit von Produkten und Wertschöpfungsketten neu zu bewerten und anzupassen.

Kreislaufwirtschaft in der Elektromobilität

Die Arbeitsgruppe Kreislaufwirtschaft wird gemeinsam vom Cluster Brennstoffzelle BW und dem Cluster Elektromobilität Süd-West begleitet und beschäftigt sich mit verschiedensten Aspekten der Nachhaltigkeit im Automotive-Bereich.

Akteure der Automobilbranche stehen vor diversen Herausforderungen in diesem Zusammenhang: eine kosteneffiziente Produktion in Deutschland sicherstellen, Kundenanforderungen erfüllen oder die komplexengesetzlichen Vorgaben einhalten. Übergeordnetes Ziel der Arbeitsgruppe ist es, einen Beitrag dazu zu leisten, die Lebensdauer von Fahrzeugen und -Teilen zu verlängern sowie neue Geschäftsmodelle zu etablieren, um das volle Nachhaltigkeitspotenzial von batterieelektrischen und Brennstoffzellenfahrzeugen auszuschöpfen. 

Vielfältige Ansatzpunkte für eine Kreislaufwirtschaft

In drei Unter-Arbeitsgruppen werden die vielfältige Themen näher beleuchtet. 

Dabei wird nicht erst am Ende des Produktlebenszyklus angesetzt, sondern bereits bei der Produktentwicklung. So findet sich in allen Unter-AGs das Thema "Design for Recycling" oder auch Ökodesign wieder, um zu diskutieren, wie z.B. Brennstoffzellen oder Batterien mit wieder lösbaren Verbindungen konzipiert und produziert werden können, um seltene Erden und andere Rohstoffe einfacher wieder zu entnehmen. An dieser Stelle unterstützt die Landesagentur Umwelttechnik BW die Arbeitsgruppe.

Unter-AG Recycling von Wasserstofftechnologien

Die Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie gilt als Schlüsselelement der Energie- und Mobilitätswende. Recycling spielt eine zentrale Rolle, um diesen schnell wachsenden Markt möglichst nachhaltig zu gestalten. Die Unter-Arbeitsgruppe betrachtet die verschiedenen Maschinen, Komponenten und Materialien, die entlang der Wasserstoff-Wertschöpfungskette zum Einsatz kommen. Vielversprechende Ansätze gibt es beispielsweise beim Recycling von Kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffen (CFK), die in Wasserstofftanks verwendet werden. Daneben wird vor allem das Recycling von Brennstoffzellenkomponenten und Elektrolyseuren betrachtet.

Ansprechpartnerin:

Alina Richter
+49 711 892385-39

alina.richter(at)e-mobilbw.de  

 

 

Unter-AG Recycling von Traktionsbatterien

Das Recycling von Traktionsbatterien hat viele Facetten: von den technischen Anforderungen zur stofflichen Aufbereitung und Wiederverwendung von Ausgangsmaterialien über die Logistik bei der Batterie-Rückführung bis hin zu den rechtlichen Rahmenbedingungen. Darüber hinaus thematisiert die Unter-AG Recycling von Traktionsbatterien auch "Second Life"-Anwendungen, wie die Wiederverwendung von gebrauchten Batterien aus Elektrofahrzeugen in stationären Anlagen zur Speicherung elektrischer Energie. 

Ansprechpartnerin: 

Felicitas Behr
+49 711 892385-25
felicitas.behr(at)e-mobilbw.de

Unter-AG Automatisierte Demontage

Die Menge der Lithium-Ionen-Batterien steigt in den kommenden Jahren aufgrund des wachsenden Zahl von Elektrofahrzeugen und der Steigerung von Produktionskapazitäten in der Zellfertigung signifikant an. Um ein Recycling von Lithium-Ionen-Batterien allerdings wirtschaftlich zu gestalten und die aufkommenden Volumina verarbeiten zu können wird langfristig eine automatisierte Demontage bzw. Zerlegung nötig. Die Unter-Arbeitsgruppe Automatisierte Demontage thematisiert deshalb die vorwettbewerbliche Entwicklung und Industrialisierung von Demontage- und Zerlegungstechnologien.

Ansprechpartner: 

Walter Holderried
+49 711 892385-38
walter.holderried(at)e-mobilbw.de

 

Zusammenarbeit und Aktivitäten

Ziel der Arbeitsgruppe ist es, Projektideen zu erarbeiten und Partner für gemeinsame Forschungsvorhaben zusammenzuführen. Teilnehmende die Möglichkeit, sich durch entsprechende Fachvorträge, Ideen-Pitches oder die Erstellung von Studien und Themenpapieren zu verschiedenen Themen mit Bezug zu Kreislaufwirtschaft im automobilen Kontext bestmöglich zu informieren und auszutauschen. Das Clustermanagement informiert regelmäßig über passende Förderaufrufe und unterstützt bei der Projektinitiierung und Antragstellung.

Wie im Verhaltenskodex der e-mobil BW GmbH festgehalten, gelten während der Sitzungen der AG Kreislaufwirtschaft die Regelungen des Kartellrechts.